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vor 2 Monaten und 1 Woche

Miezekatze ist letzten Monat überfahren worden und gestorben. Das war dann der dritte Katzentod in einem Jahr für mich und ich war so traurig, dass ich nicht drüber bloggen konnte.

Gestern abend ist uns ein Kätzchen zugelaufen; mein Mitbewohner hat es heute morgen in der Garage entdeckt. Ich hab ihr erstmal was zu trinken gegeben und dann versucht, es unter dem Auto rauszulocken. Letztendlich hat es sich hinter dem Feuerholz versteckt und da hab ich’s dann auch fangen können. Es sah aus, als wär irgendwas mit dem Kiefer nicht in Ordnung, also hab ich’s zum Tierarzt gebracht. Tatsächlich, der Kiefer ist gebrochen und Katzenschnupfen hat es auch. Die Wahl war, dass ich’s entweder einschläfern lasse oder $200-$300 für Operation und Medikamente bezahle (oder das Kätzchen wieder aussetze, aber ohne OP hätte das den sicheren Tod bedeutet). Also hab ich der Operation zugestimmt und hoffe jetzt, dass das Kätzchen die Narkose überlebt; die Tierärztin meinte, die Chancen wären gut, aber ein kleines Risiko besteht halt doch.


Süßes kleines Kätzchen

vor 8 Monaten

Ha — wer Miezekatze für ein solches hält, der/dem kann ich auch nicht mehr helfen!

Angriffskatze


Nachwuchs!

vor 8 Monaten und 1 Woche

Neinnein, keine Sorge. Solcher hier:

Küken

Die beiden laufen jetzt seit anderthalb Wochen oder so bei uns im Zoo auf dem Hof rum. Und nein, wir haben immer noch keinen Hahn (übrigens sehr zum Bedauern der einen Henne). Aber eine Henne war in Brütlaune gekommen, also hat Petra befruchtete Eier bei trademe (neuseeländisches EBay-Äquivalent) gekauft und sie der Henne untergejubelt. Wir waren ja eigentlich fest davon überzeugt, dass genau gar nichts passiert — aber ein paar Tage nach dem vorberechneten Schlüpfdatum waren dann doch zwei Küken da.

Sind übrigens verdammt laut und verdammt schnell, obwohl sie noch so klein sind. Und sehr knuffig.


RIP, Olli

vor 8 Monaten und 1 Woche

Heute musste ich dabei zusehen, wie Olli die Nummernschilder abgeschraubt wurden. Ich hatte ihn jetzt über 3 Jahre, und auch wenn es immer mal wieder Probleme gab, war er doch ein gutes Auto (”you shouldn’t have bought it, it’s got an engine problem” — ha!). Er hat es sogar ziemlich gut überstanden, dass er anderthalb Jahre vor Annikas Garage im Regen stehen und auf mich warten musste.

Aber letzte Woche ist die Kupplung gestorben, und damit war’s dann ein wirtschaftlicher Totalschaden ($500 für eine Reparatur, oder so). Vor ein paar Wochen hatte schon jemand eingebrochen (dabei sah Olli nun wirklich nicht so aus, als gäb’s was Wertvolles drin — aber wie ich nachher erst erfahren hab, ist die Straße für Gang-Aktivitäten berüchtigt), und ein neues Fenster hätte $200 gekostet.

Netterweise hat Olli seinen Tod anscheinend extra gut geplant. Der WOF (neuseeländisches TÜV-Äquivalent) war grad abgelaufen, den nächsten Test hätte er wegen Rostschäden wohl eh nicht bestanden, ums Fenster-Ersetzen-Lassen hatte ich mich noch nicht gekümmert, und auch die Neuzulassung wäre jetzt so um den Dreh fällig gewesen. Ein bisschen hatte ich schon sowas geahnt; beim letzten Tanken hatte ich schon nicht mehr vollgetankt. Trotzdem bitter (war schließlich mein erstes Auto!).

Danke, Olli. Ich werde dich vermissen.


Neue Mitbewohnerin

vor 9 Monaten und 2 Wochen

Seit Samstag habe ich eine neue Mitbewohnerin.

Miezekatze

Abenteuer bisher:

  • ins Klo fallen
  • auf dem Duschtassenrand tanzen
  • nachts um 6 Schnurrbarthaare ins Gesicht von neuer Dosenöffnerin stecken
  • jungen Pferden beim Spielen zuschauen
  • Schaffell verhauen
  • Ameisen fangen

Aber schon nett. Miezekatze heißt sie übrigens.


Schweinekalt

vor 1 Jahr und 1 Monat

Waehrend ich aus Europa in den letzten Tagen immer mal wieder gehoert habe, dass dort grad der Fruehling ausbricht, ist es hier gerade von Sommer direkt Winter geworden. So fuehlt’s sich jedenfalls an. Es regnet staendig, es ist kalt (vor allem nachts/morgens!) und alle werden krank. Gut, dass Petra heute den Schornsteinfeger angerufen hat; so richtig warm wird’s bei uns im Haus durch den Holzofen im Wohnzimmer wohl auch nicht werden, aber besser als nichts. Heizung, Isolierung, Doppelverglasung und andere neumodische Konzepte sind hier in NZ ja weitgehend unbekannt.

Gero jedenfalls hat heute morgen nur einen Lachanfall als Reaktion bekommen, als er laut ueberlegt hat, ob er sich wohl die falsche Wohnung ausgesucht hat — es sei letzte Nacht ja so kalt gewesen…


Sie haben Post!

vor 1 Jahr und 1 Monat

Neulich hab ich ein Paket gekriegt. So sah’s aus:

Das Paket

Eigentlich halt wie ein normales Paket. Wenn da nicht der komische Aufkleber waer:

Der Aufkleber

“MAF” sind die Leute vom Ministry for Agriculture and Forestry, also Land- und Forstwirtschaft. Die passen darauf auf, dass Neuseeland nicht von boesen Dingen ueberrannt wird. Dafuer gibt’s dann auch jede Menge Vorschriften, was man per Post herschicken darf und was nicht. Und in dem Chai (Tiger Spice, meine Lieblingssorte) ist Honig drin, deswegen wurde der konfisziert.

Der Brief

Wie aus dem Brief (und den 7 (!) Seiten Infoblatt zur Einfuhr von Honig und Honigprodukten; auf mich passende Passage mit Textmarker angemalt) hervorgeht, ist das jetzt alles ganz furchtbar aufwendig. Ich hoffe noch, dass ich einen Wisch vom Hersteller bekommen kann, dass weniger als 2% Honig drin sind; dann kann ich mir den Chai naemlich zuschicken lassen (so denn die Porto- und Verpackungskosten nicht allzu hoch sind).

Gemein, sowas. Vor allem, wo ich schon jede Menge Post mit diesem gruenen Aufkleber gekriegt hab, wo nur “sweets” draufstand. Weiss nicht, warum sie genau dieses Paket aufgemacht haben.

Immerhin waren im Paket noch andere nette Dinge (danke!), die sie dringelassen haben.


Mount Te Aroha

vor 1 Jahr und 3 Monaten

Gestern war hier ein Feiertag (Waitangi Day). Petra und ich haben beschlossen, einen zweiten Versuch zu machen, auf Mount Te Aroha zu steigen — einen Berg hier in der Naehe, genauer gesagt in Te Aroha (Karte). Bei gutem Wetter kann man von oben sowohl die Ost- als auch die Westkueste sehen.

Letztes Mal war’s dann doch etwas diesig, so dass wir stattdessen zu den Wairere Falls gegangen sind (hoechster Wasserfall der Nordinsel, wenn ich mich richtig erinnere).

Gestern sind wir auf Mount Te Aroha immerhin bis zur Aussichtsplattform gekommen. Hier der Blick von oben (ueber Te Aroha im Vordergrund in Richtung Suedwesten):

Te Aroha


Geht doch

vor 1 Jahr und 8 Monaten

Seit Montag war ich dabei, einer ganzen Menge Papierkram hinterherzulaufen. Heute konnte ich das meiste dann auch tatsächlich erledigen, so dass ich jetzt endlich eingeschrieben bin und ein Bankkonto, einen Studiausweis (wenn ich eine Kamera in der Nähe hab, muss ich den mal fotografieren — da ich hier Postgraduate Student bin, ist sogar ein kleiner Doktorhut drauf) und eine Gebäude-Zugangskarte (für abends und am Wochenende) habe. Letztendlich war das alles sogar ziemlich einfach, und die Rennerei hielt sich auch in Grenzen. Das Problem war nur, dass ständig Leute nicht da waren, die noch irgendwelche Dinge unterschreiben mussten.

Wider Erwarten hat übrigens mein Auto die anderthalb Jahre Rumstehen gut überstanden. Zusätzlich zur Wiederzulassung und dem TÜV braucht es nur eine neue Batterie, neue Wischerblätter und eine neue Kennzeichenbeleuchtung. Na dann :) Echte koreanische Wertarbeit, würd ich mal sagen. Den koreanischen Sekundenkleber, den mein Vater mir damals von seinem Flug via Seoul mitgebracht hat, hab ich jedenfalls noch nie gebraucht… Damit ist jedenfalls der Vorschlag der Werkstatt hinfällig, es gegebenenfalls halt in einen Gartenschuppen zu verwandeln.


Angekommen

vor 1 Jahr und 8 Monaten

Vorgestern bin ich so um zwanzig nach fünf in Auckland angekommen. Annika hat mich so gegen halb neun abgeholt (das war deutlich früher als erwartet — schließlich fährt man von Hamilton aus ja andertalb bis zwei Stunden). Nach einem Tee-Stop in Mercer und ausgiebigem Bewundern der endlich fertiggestellten SH1-Erweiterung (wer mich letztes Mal dort besucht hat, wird sich sicherlich an die kilometerlange Baustelle erinnern) haben wir meine Koffer bei Annika abgeladen, und dann hat Annika sich alle Mühe gegeben, mich bis abends wachzuhalten.

Zuerst waren wir einkaufen, da Felix und Liese uns lautstark mitgeteilt hatten, dass neues Katzenfutter hermusste. Danach sind wir zur ehemaligen Jugendherberge gefahren, die jetzt von einer Kirchengemeinde zu einem Jugendzentrum umgebaut wird (oder so ähnlich), und haben uns dort rumführen lassen. Von da aus ging’s zum Mittagessen (klar, bei Scott’s — das Aglio Olio ist immer noch so gut wie vor anderthalb Jahren) und von da aus nach Raglan, Sonnenuntergang gucken und Curly Fries im Tongue&Groove essen. Das übliche Touristenprogramm also ;) Immerhin hab ich’s geschafft, bis ungefähr halb neun wachzubleiben, und gestern früh bin ich auch erst so um acht aufgewacht. Ich hoffe also, dass sich der Jetlag schnell legen wird.

Gestern früh haben wir bei Annikas Lieblingswerkstatt (wenn wir nicht in Neuseeland wären, wäre die Tatsache, dass sie dort ihren Namen kennen, deutlich bemerkenswerter) meinen Autoschlüssel dagelassen, damit sie sich das Auto mal anschauen können und mir sagen, was denn wohl dran gemacht werden muss, um Olli wieder straßentauglich zu kriegen. Oder ob das überhaupt keinen Sinn hat und Olli zum Schrottplatz muss… Da werd ich heute im Laufe des Tages wohl von hören.

An der Uni fing dann der große Bürokraten-Marathon an, der sich heute fortgesetzt hat. Einen Schlüssel für mein Lab (also den Raum, in dem mein Arbeitsplatz ist) zu bekommen, war das geringste Problem. Einen vorläufigen Account habe ich auch (Komplett mit “probable username” — ob da irgendwie Quanten mit reinspielen? Der Benutzername aendert sich, wenn man nicht hinschaut…?), allerdings erstmal an einem Windows-Rechner. Aber richtig eingeschrieben bin ich noch nicht, weil das Wissen über die Übernahme meiner Studiengebühren bisher nur am Fachbereich vorhanden war. Gestern war niemand hier, der/die auch nur im Entferntesten zuständig gewesen wäre. Heute dann immerhin eine Sekretärin, die den entsprechenden Wisch ausgedruckt hat, damit die Urlaubsvertretung vom Fachbereichs-Chef (was hier nicht der Dekan ist, weil der fuer die übergeordnete Verwaltungseinheit, also die School of Computing and Mathematical Sciences, zuständig ist) morgen darauf unterschreiben kann. Damit darf ich dann zu UniLink, einer uni-internen Finanzenkoordinierungsstelle (oder so). Die tragen die Finanzierung irgendwo ein, und dann muss ich zur eigentlichen Finanzabteilung und den Teil der Gebühren bezahlen, die vom Fachbereich nicht übernommen werden (und, wichtig, meine Krankenversicherung). Und dann ist meine Einschreibung endlich durch und ich bekomme einen Studiausweis. Und einen richtigen Rechneraccount und eine Zugangskarte fürs Gebäude. Außer natürlich, der zuständige Mensch von UniLink ist morgen nicht da, oder was auch immer…

Gestern abend waren wir dann noch beim Pub Quiz im Cook. Sehr merkwürdige Veranstaltung, sowas. Viele Fragen hab ich gar nicht erst verstanden: sehr schön war zum Beispiel die Frage danach, nach wem der Sound bei Picton benannt ist. Wer da nur “sound” aufschnappt und versucht, irgendwie den Rest der Frage zusammenzubasteln, hat nicht wirklich eine Chance… Bei der einen Frage, wo ich als einzige die richtige Antwort wusste, hat mir keiner geglaubt — trotzdem hat das Team gestern gegen alle anderen Teams gewonnen. Ingesamt war’s ganz lustig, so dass ich vermutlich noch öfter hingehen werde. Vielleicht beschreibe ich das dann auch mal ausführlicher.

Danach bin ich mit einer Katze auf den Beinen eingeschlafen (ich weiß nicht, welche — wollte mich nicht umdrehen und sie dabei verscheuchen), was sehr nett war. Auch, weil’s wenigstens ein bisschen gewärmt hat :) Heute morgen habe ich meine Schafsfell-Pantoffeln, meine Wärmflaschen und eine Fleecedecke aus den Kartons ausgegraben, die ich bei Annika gelassen hatte. Heute nacht werde ich also wohl nicht frieren, wenn ich die Wärmflaschen und die Fleecedecke noch der bisherigen Nacht-Ausstattung (dicker Schlafanzug, Wollsocken, Schlafsack, Decke, Fleecejacke übers Fußende geworfen) hinzufüge (bevor jemand fragt: tagsüber ist es wärmer).